Ziegelei Franz Senft, Wörth a.Donau

Hersteller: Strüver Hamburg

Type: Schienenkuli

Fabr.-Nr.: 60402

Baujahr: 1956

Fahrmotor: Deutz MAH 711

Motor-Nr.: xxxxxxxx

Leistung: 6 PS

Kühlung: Wassergekühlt

V-max: 6-8 km/h

Achsfolge: Bdh

Länge ü.P.: 1650 mm

Höhe ü.SO.: 1160 mm

Achsstand: 500 mm

Spurweite: 600 mm

Radsätze: 2

Kraftübertrag.: Kettenantrieb

Dienstgew.: 730 Kg

Bremsbauart: Rastenhebel

Kraftstoffart: Diesel

Bis ca.1964 wurde in Wörth mit der Feldbahn ton von der Abbaustelle zum Werk transportiert. Mit drei Eimerkettenbaggern in verschiedenen Ebenen wurde der Ton abgetragen,

der Strüver Schienenkuli zog immer 2 Loren von der obersten Abbauschicht zur Übergabe-stelle dort wurden die Loren von einer Diema DL6 übernommen und ins Werk gebracht.

Durch Zufall konnte der Strüver Schienenkuli von der Fa. Senft im Dezember 2005 übernommen werden. Das Fahrzeug soll nach der Restauration die Sammlung ergänzen.

Geschichte Fa. Strüver:

Für den Betrieb auf fliegenden Gleisen oder sehr leichtem Oberbau konstruierte die Hamburger Maschinenfabrik AD .Strüver in den 40er Jahren eine Motorlore. Anfangs wurde auf einem Feldbahntruck ein 5PS Deutz-Dieselmotor und ein Sitz montiert. Die Nachfrage nach diesem spartanischen Gebilde war überraschend groß, so das AD. Strüver dieses kleine Fahrzeug zu einer richtigen Lok umgestaltete.

Ein neuer Rahmen mit eingelegten Prallhölzern und Feldbahnpuffer mit Kuppeldorn wurde geschaffen. Darauf wurde nunmehr ein 6PS starker, wassergekühlter Deutz-Dieselmotor

Gesetzt. Das Fahrgetriebe erhielt Vorwärts und Rückwärtsgang und treibt über eine Duplexkette die Vorderachse an. Eine weitere Duplexkette überträgt die Antriebskraft von der Vor-derachse zur Hinterachse. Zum spannen der Kette wird die Hinterachse einfach in Längs-richtung verschoben.Produziert wurden die Fahrzeuge von ende der 30iger Jahre bis 1965.

Der hier gezeigte Schienenkuli ist ein Nachkriegsmodell

Quelle WFB /RSWE J.F.

Strüver Schienenkuli
© Feldbahnmuseum
Friedrich-Zeche